Familotel Borchards Rookhus im Oktober 2016

Heute mag ich Euch vom Familotel Borchard`s Rookhus erzählen. Eigentlich wegen eines “traurigen” Anlasses, wir haben nämlich keinen Platz mehr in den Sommerferien bekommen 😉 Da sieht man mal, was wir für Anfänger sind…

Kurzer Exkurs:

Der Rabukix geht seit letztem Oktober in eine neue Kita. Diese hat Sommerschließzeiten. Nun sind wir also zum ersten Mal in der “glücklichen” Situation, dass wir in den Sommerferien Urlaub machen müssen. Nun gut, da wir eher die spontan Entscheider sind, fiel uns das jetzt alles recht schwer. Gestern kam ich dann endlich mal aus dem Knick und habe zwei Hotels angefragt – unter anderem auch das Rookhus (ist ja schon fast ein Spoiler auf die Bewertung merke ich gerade) und in den ganzen 3 Wochen Zeitraum war nichts mehr für uns zu finden *booohooo*

Gut, man kann sich jetzt also schon mal fast denken, dass es uns letzten Oktober sehr gut gefallen hat. Aber wartet es ab.

Auf das Rookhus kamen wir aus zweierlei Gründen:

  1. es liegt sehr nah bei Berlin
  2. meine liebe Kollegin war mit Ihrer Familie bereits da und berichtete Großartiges

Kommen wir als erstes zur Lage:

Das Borchard´s Rookhus liegt in Wesenberg am großen Labussee und somit nur knapp 100-130 km von Berlin entfernt. Es liegt quasi mitten im Müritz Nationalpark, was viel Natur verspricht. Insgesamt gibt es 40 Zimmer, die auf zwei Häuser aufgeteilt sind. Einmal das Haupthaus und einmal ein Appartementhaus. In den jeweiligen Häusern befinden sich dann noch die anderen Facilities wie:

  • Restaurants
  • Happy-Club
  • Schwimmbad
  • Barbereich
  • Spielzimmer
  • etc.

Was aber natürlich im Borchard`s Rookhus besonders grandios ist, ist die Außenanlage. Hier gibt es diverse Spielplätze für groß und klein. Ein (winzige) Bobby-Car-Strecke, die sich aber beliebig erweitern lässt, verschiedene Koppeln und Wiesen für

  • Ziegen
  • Hasen
  • Ponys
  • Lama
  • Esel

Dazu gibt es einen eigenen Seezugang mit Strand und Spielwiese und den genialen “Indianer-Claim”. Außerdem gibt es noch den Happy-Garten, in dem die Kids mit dem Happy-Club Gemüse / Obst / Blumen anpflanzen.

Einmal über die Straße ist man direkt im Müritz-Nationalpark.   

Zwischen den beiden Häusern liegt noch die kleine Block-Sauna.

Unser erster Eindruck als wir angekommen waren: Sehr gemütlich und einladend, aber alles sieht viel kleiner aus als auf dem Bildern.

Zum Zimmer:

Leider musste ich gerade feststellen, dass ich tatsächlich keine Fotos vom Zimmer gemacht habe… Komisch, aber gut, hier mal der Link zu den verschiedenen Zimmervarianten im Rookhus. Wir hatten ein “Familienapp. Etagenbett | 32 qm – 2-Raum” bei dem Quasi im Zimmer noch ein Kinderzimmer integriert ist. Das Kinderzimmer ist wirklich sehr klein. Dort stand ein Etagenbett und ein kleiner Nachtschrank + Lampe. Im Zimmer war ein Fenster zum Wohnraum eingebaut, damit Tageslicht in das Zimmer kommt. Sieht man auf den Bildern in der Galerie auch ganz gut. Für unseren Rabaukix war das absolut ausreichend. Außer  zum Schlafen waren wir eh nie auf dem Zimmer.

Der Haupt-Wohnraum bestand aus einem großen dunklen Schrank, einem Schreibtisch, einem Elternbett + zwei Nachtschränke und einem großen Badezimmer mit Dusche. Das Zimmer hatte einen sehr großen Balkon; bei uns mit Blick auf den Happy-Garten.

Pro:

  • Der Raum wurde ideal genutzt
  • im Badezimmer ist ausreichend Platz für alle
  • Ausstattung natürlich absolut kindgerecht und individuell zusammenstellbar
  • sehr großer Balkon

Contra:

  • Das Lichtkonzept… Es war irgendwie immer zu dunkel und dort wo man Licht brauchte war keins. Ein Beispiel:  Unser Schrank war vom Typ Eiche-Rustikal und sehr dunkel, dadurch dass der Flur an der Stelle nicht beleuchtet war, war es eher eine Challenge was man denn wohl heute aus dem Schrank zieht. 🙂
  • Irgendwie fehlte uns eine Alternative zum Sitzen. Das ist sicher Geschmackssache, aber man konnte halt nur auf dem Bett sitzen, manchmal braucht man aber auch eine Alternative.
  • Der Platz zum Verstauen könnte bei 4 Personen und mehr als 7 Tagen Aufenthalt etwas knapp werden.

 

Essen / Restaurants:

Im Rookhus gibt es zwei Restaurants. Man bekommt einen festen Tisch, je nach Alter des / der Kinder. Wir waren im Restaurant “Nikolaus” was uns sehr gut gefallen hat. Zum einen aufgrund des Designs, zum anderen aber auch wegen des tollen Blicks auf den Labussee. Rechts und links gab es jeweils zwei Spielecken für die Kids.

Zwischen den beiden Restaurants liegt die “Country-Kitchen” das Herzstück der Küche.

Das Restaurant Storchennest ist eher auf die kleinsten Gäste ausgerichtet. Auch dieses Restaurant hat uns sehr gut gefallen. Mit kleinen Wiegen und Krabbel- / Spieldecken für die Kleinsten, ideal für Familien mit Babys.

In der Country-Kitchen wird dann 4x täglich für das leibliche Wohl gesorgt.

Insbesondere die warmen Speisen werden in Show-Cooking-Stationen zubereitet. Es gab täglich zum Abendbrot Fleisch, Fisch, vegetarische Hauptgänge und diverse Beilagen. Zusätzlich gibt es ein warmes Kinder-Gericht. Hinzu kommt eine ganz, ganz tolle Salatbar (ok ich bin hier echt verliebt gewesen) und wirklich täglich unterschiedlich Vorspeisen. Natürlich gibt es auch eine Suppe und Desserts. Im vorderen Bereich kann man sich warme und kalte Getränke zapfen und gegenüber befindet sich das Happy-Buffet, bei dem alle kalten Zutaten auf kindgerechter Höhe erreichbar sind. Dort steht auch die Eistruhe 😉 Ganz wichtig!

Außerdem wichtig zu erwähnen ist, dass im Borchard`s Rookhus besonderen Wert auf Regionalität bei den Zutaten gelegt wird.

Aber nicht nur das Abendessen war sehr gut und reichhaltig, auch die anderen Mahlzeiten waren angemessen. Beim Frühstück konnte wirklich jeder etwas finden von deftig herzhaft über frisch und kernig, war alles dabei.

Die Auswahl beim Mittagessen war etwas kleiner als zum Abendbrot. Aber auch hier konnte nahezu jeder fündig werden. Einmal hatten wir eine sehr ungünstige Konstellation von Hauptgang und Beilagen erwischt, aber da wurde sich dann eben anders beholfen. Verhungern kann man bei 4 Mahlzeiten am Tag eh nicht…

Womit wir beim Kaffee und Kuchen sind, den wir uns tatsächlich nur 2x in der Woche gegönnt haben. Es gab die üblichen Standards, die gefühlt nicht selbst hergestellt sein konnten, weil die Auswahl pro Tag dafür eigentlich zu erschlagend gewesen ist. Wir haben aber auch nicht nachgefragt vor Ort. Einige Stücke erinnerten uns an die einschlägigen Tiefkühl-Backwaren- Hersteller, aber wie gesagt, hinterfragt haben wir es nicht. Uns hat es geschmeckt.

Prima ist auch, dass man sich einfach zu jeder Tageszeit eine Kaffeespezialität “ziehen” konnte. Wasser (still, medium) gab es übrigens auch 24/7 in Flaschen zum Mitnehmen.

Kleines Schmankerl noch: Am Abend konnte man sich immer einen täglich wechselnden Aperitif aussuchen.

Happy-Club / Kinder Facilities:

Im Appartementhaus befindet sich in der zweiten Etage der Happy-Club. Wenn man in den Happy-Club kommt, ist dort zunächst die Garderobe. Jedes Kind kann sich eine Box und einen Haken aussuchen. Es wird unbedingt darauf hingewiesen Outdoor-Kleidung mitzugeben, weil der Happy-Club häufig nach draußen geht.

Direkt hinter der Garderobe kommt der große Hauptraum. Dort gibt es einen großen Tisch und dann viel Fläche zum Spielen. Am Ende gehen rechts und links noch jeweils Räume ab, die dann themenmäßig abgestimmt sind.

Zum Happy-Club gehört draußen auch noch der Happy-Garten, der regelmäßig besucht wird. Täglich geht der Happy-Club nach draußen, um die Tiere zu füttern. Bei allen Außenaktionen können Eltern Ihre Kinder auch begleiten, falls die Kleinen nicht allein im Happy-Club bleiben wollen.

Prinzipiell gibt es auch viele andere Außenaktionen: Besuch des “Feenhauses” im angrenzenden Müritz Nationalpark, Sammeln von Waldmaterialien, die dann “verbastelt” werden oder auch Schatzsuchen auf dem Gelände.

Zweimal die Woche ist das Lagerfeuer mit Stockbrot am Indianer-Claim. Hier können alle zusammenkommen, Stockbrot essen, die Tiere kennenlernen und “Gold waschen”. Auf der Koppel neben dem Indianer-Claim wohnen die Ponys, der Esel und das Lama. Alles im kleinen “Indianerdorf”. Das ist natürlich jeder Zeit auch so besuchbar.

Richtung See gibt es einen Spielplatz, einen Strand, eine Seilbahn und natürlich einen Steg zu den Booten. Im Sommer kann man hier also direkt in den See steigen und den Tag dort verbringen.

Im oberen Teil des Geländes vor dem Haupteingang gibt es insgesamt zwei Spielplätze. Einen für die großen Kinder und einen für die Kleineren. Wie oben schon erwähnt ist dort auch die Bobbycar Strecke. Im oberen Teil befinden sich dann auch die Ziegen und Häschen.

Im Innenbereich gibt es über dem Restaurant noch ein Spielzimmer. Ein kleinerer Bereich ist für die Puppen- und Kaufmannsladen-Kinder und im größeren Bereich kann man toben, mit Bausteinen spielen oder auch lesen. Auf derselben Ebene befindet sich noch das kleine aber feine Kino.

Unten im Übergang befindet sich der Teens-Raum mit Billardtisch etc..

Über das Appartementhaus kommt man auch ins Rookhus-Badehus. Es ist ein kleines aber feines Schwimmbad, bestehend aus zwei Becken. Das große Becken ist für Schwimmer bzw. Schwimmhilfen-Kinder. Im Schwimmbad nochmals abgetrennt gibt es eine Rutsche mit “Auslaufbereich”. Links davon gibt es noch ein rundes Babybecken mit Wasser-Tieren. Im Rookhus wird sowohl Baby- als auch Kleinkindschwimmen und Schwimmkurse für Größere angeboten. Der Rabaukix hat einmal am Kleinkindschwimmen teilgenommen, was ihr sehr viel Spaß gemacht hat. Es war auch Ihr erstes Mal im großen Becken mit Schwimmflügeln. Papa durfte natürlich nicht von der Seite weichen.

Pro:

  • Die Außenanlagen und die damit verbundenen schier unerschöpflichen Möglichkeiten sind einfach der Wahnsinn.
  • Alle Bereiche sind auf die einzelnen Bedürfnisse der Außenanlage abgestimmt und man findet wirklich für jede Altersgruppe Entertainment.
  • Natürlich nutzt auch der Happy-Club viel die Außenanlagen. Kein Tag vergeht ohne mindestens eine Aktivität an der frischen Luft zu erleben – sei es nur das Tiere füttern.
  • Wahnsinnig viel Programm für die Kids
  • Tolle Schwimmkurse für alle Altersklassen – die mit viel Engagement durchgeführt werden

Contra:

  • Leider gibt es nicht im selben Verhältnis Möglichkeiten zum Entertainment für drinnen. Gerade für Kinder mit viel Bewegungsdrang ist der Platz im Innenbereich zu beengt. Für den Rabaukix war es kein Problem. Wir haben eben bei schlechtem Wetter oder am Abend nach dem Essen die Puppenecke unsicher gemacht. Mit einem richtigen Wirbelwind wäre das aber schon deutlich schwieriger geworden
  • Das Schwimmbad ist wirklich recht klein – es ist den baulichen Gegebenheiten geschuldet und sicher das Optimum, aber dennoch kann es schon eng werden, wenn alle Kiddies dort rumtoben. Gerade Kinder, die sich erst frisch im größeren Becken zurecht finden wollen, können dann leicht verschreckt werden

Wellness

Zum Wellness können wir – man mag es kaum glauben – wirklich nicht viel sagen. Für uns ja eher atypisch, da wir ja kleine Wellness-Jogis sind. Im Rookhus liegt hier aber ganz klar der Fokus NICHT darauf. Zwischen Haupthaus und Appartementhaus steht eine kleine runde Holzblocksauna, die man als Paar / Familie zeitlich reservieren kann. Konnten wir leider nicht testen, weil der Rabaukix im Oktober gerade eine Phase hatte, wo sie gern viel Zeit mit Mama und Papa verbringen wollte.

Man kann aber Kosmetik- und Massageanwendungen in Anspruch nehmen. Auch dazu kam es irgendwie nicht.

Und natürlich gibt es eine kleine Muckibude.

Im Verhältnis zu den anderen uns bekannten Familotels ist das Angebot im Rookhus aber wirklich eher klein und rudimentär.

Ambiente / Herzlichkeit:

Jetzt kommen wir aber eigentlich zum Herzstück des Borchards Rookshus. Wir haben ja schon Vieles gesehen und auch beruflich schon viele Häuser und Eigentümer kennengelernt. Aber noch nie haben wir eine Gastgeber-Familie gesehen, die so involviert, engagiert und präsent ist. Sei es, dass das gesamte Team und die Familie Borchard Tag für Tag um 12:00h in der Country Kitchen steht und den Piraten-Song trällert, oder dass der Hausherr persönlich als Magic Alex eine Zaubershow für die kleinen zum Besten gibt oder das Ehepaar Borchard mit den kleinen Pizza backt – natürlich nicht einfach so, sondern mit Geheimcode 😉 Auch das Team im Borchards Rookhus war immer präsent und wahnsinnig engagiert. Man kam sich wirklich wie Gäste vor und nicht wie zahlende Kunden.

Hinzu kommt eine unglaubliche Innovationskraft:

  • Das Hotel liegt in Mecklenburg Vorpommern? Macht nichts, auch hier gibt es einen Skilift.
  • Der Platz ist begrenzt? Macht nichts, wird eben ein Floß gebaut, um noch mehr Reise-Qualität zu schaffen.
  • Alle Happy-Club Mitarbeiter sind auf Fortbildung? Macht nichts, passt eben der Hausherr mit auf.
  • Infos auf Papier immer rumschleppen ist doof? Kein Problem es gibt eine Rookhus App.

Fazit:

Das Borchard´s Rookhus ist ein Kleinod mitten im Müritz Nationalpark, das mit wahnsinnig viel Liebe geführt wird. Wenn man beachtet, dass die Indoor-Fläche nicht groß ist und man auch keinen Schwerpunkt auf Wellness legt, dann wird man hier absolut auf seine Kosten kommen. Tolles Essen, atemraubende Natur, schier unerschöpfliche Outdoor-Möglichkeiten und vor allem ein Team, dass sich mit ganz viel Herzblut um alles kümmert.

Um nun nochmal zum Anfang zu kommen: Wir sind immer noch sehr, sehr traurig, dass wir den Sommer nicht im Rookhus verbringen können. Jetzt ist sicher klar, warum.

 

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Ein Gedanke zu „Familotel Borchards Rookhus im Oktober 2016

  1. Pingback: Borchard’s Rookhus Part II – März 2017 | Familie G. on Tour

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